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Content By Augmentation – Warum SEO unwichtig werden könnte

 

Zur Zeit stoße ich immer öfter auf Diskussionen in SEO-Foren, die mich stark verwundern. Selbsternannte Fachmänner staunen dort über gute Suchergebnisse angeblich schlechter Seiten. Dabei ist die Erklärung recht einfach…Google hat dazugelernt und bewertet eine Seite nicht mehr streng nach ihrem Inhalt, sondern nach ihrer Reputation im gesamten Internet.

 

Klassische SEO hat ausgedient

Schon jetzt interessiert sich Google kaum noch für Keywords oder Content-Tags. Stattdessen wird der Inhalt selbst analysiert und bei Bedarf auch in den Suchergebnissen angezeigt. Gleiches gilt für die Schlüsselworte, die sich die Suchmaschine teilweise einfach aus dem Text und aus den Überschriften zieht. Daher auch der Ausdruck „Content Is King“, der andeutet, dass die Optimierung des Quellcodes nur noch zweitrangig ist. Zwar stellt Google neue Ansprüche an Meta-Tags oder Bewertungssysteme, aber deren Einsatz bleibt überschaubar. Wichtiger ist der Inhalt der Seite, der Text, das Layout, die Attraktivität.
Was dahinter steckt ist die Idee, die Suchergebnisse den Bedürfnissen und Interessen der Leser anzupassen. Für den SEO-Profi stehen also solche Faktoren im Vordergrund, die den Leser möglichst lange auf der Homepage halten, ihn zum Verweilen einladen und so einen wertvollen Inhalt vermuten lassen.

 

Soziale Medien erweitern den Inhalt

Relativ neu ist die Rolle der sozialen Medien beim Aufbau einer guten Reputation. Der Google-Zoo, zuletzt erweitert durch Panda 4.0, hat den Weg für eine solche Gesamt-Netz-Analyse einer Homepage geschaffen. Selbst wenn eine Seite in ihrem Inhalt keinerlei Keywords zu einem bestimmten Thema enthält, durch Inhalte sozialer Medien schreibt Google diese der eigentlichen Homepage zu. Die Suchmaschine will den Suchenden eben die Inhalte bieten, die von den meisten Lesern Nutzern empfohlen werden.

Dies könnte mit dem Begriff „Content By Augmentation“ bezeichnet werden, denn solche seitenfremden Inhalte stellen einen Zuwachs dar. SEO muss also den Weg von der eigenen Seite weg in die sozialen Medien finden. Neben der Arbeit des Optimierers stellt verstärkt das Social Media PR im Vordergrund. Eventuell hängt das Suchergebnis schon bald nur noch von den Public Relations ab.
Wenn Google immer weniger Wert auf den Code der Seite legt, dafür dem sichtbaren Inhalt mehr Aufmerksamkeit schenkt und zudem die Netzumwelt mit einbezieht, bekommt SEO ein unwichtige Nebenrolle.

 

Das Fazit

Viele selbsternannte SEO-Profis fürchten nicht umsonst jeden Neuzugang im Google-Zoo. Wenn es so weiter geht, wird das klassische SEO nur noch die Grundlagen einer Homepage stellen, also wenige wichtige Meta-Tags einfügen und die Struktur der Seite festlegen. Fraglich ist, wie lange Unternehmen noch bereit sind, diese simplen Aufgaben einem Profi zu überlassen.
Das Feld wird wieder den Public Relations geebnet, die nicht nur für Inhalte, sondern auch für die Betreuung der sozialen Medien zuständig sind. Wer sich als SEO weiter halten will, sollte die Grundlagen des PR beherrschen und seine Kunden auf die Arbeit in sozialen Netzwerken vorbereiten. Content By Augmentation wird die Zukunft sein.

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